Harlfinger, Richard (1873-1948), Maler

Harlfinger Richard, Maler. * Mailand, 17. 7. 1873; † Wien, 19. 2. 1948. Nach Besuch des Gymn. und der Univ. Wien (Math., Physik) stud. er 1892–94 in der Malschule H. Strehblow in Wien, dann als Schüler von N. Gysis und K. Marr in München. Seit 1899 in Mödling bzw. in Wien ansässig, malte H. zuerst Figurenbilder, wandte sich aber dann besonders der Landschaftsmalerei (Alpengegenden) zu. Seit 1906 Mitgl., 1918/19 Präs. der Sezession, beteiligte er sich an verschiedenen Ausst. (1913 Raumgestaltung mit H. Grom-Rottmayr, 1918 Porträts, 1930 Das Wasser in der Landschaft). 1917–39 war H. als Prof. an der Wr. Frauenakad. tätig, 1930 erhielt er den österr. Staatspreis. Auch seine Frau Franziska (Fanny) H., geb. Zakucky (* Mank [N.Ö.], 26. 5. 1873; † Wien, 19. 9. 1954), die Gründerin und Vorsitzende (1926–38) der „Wr. Frauenkunst“, war als Malerin, Graphikerin und Kunsthandwerkerin tätig.

W.: Hallstätter See vom Salzberg, 1909, Bergsee, 1930, Österr. Galerie; Hochlantsch, 1911, Seiltänzer, 1930, Römerbrücke, 1930, Aspang im Schnee, 1944, Niederösterr. Landesmus.; Platzregen, 1930, Altausseer See, 1930, Sezessionsgalerie; Wasserfall, 1928, Mus. der Stadt Wien; zahlreiche Buchillustrationen etc.
L.: Neues Wr. Journal vom 9. 7. 1918 und 28. 12. 1930; R.P. vom 4. 4. 1919; Völk. Beobachter vom 16. 7. 1943; Die bild. Künste 3, 1920/21, S. 77 ff.; Kunst ins Volk, 1951, H. 3/4; Bénézit 4; Thieme–Becker; Vollmer; Wer ist wer? 1937; Mitt. R. Harlfinger, Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 189
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