Hasenhut, Anton (1766-1841), Schauspieler

Hasenhut Anton, Schauspieler. * Peterwardein (Petrovaradin, Wojwodina), 1. 6. 1766; † Wien, 6. 2. 1841. Machte die ersten schauspielerischen Versuche als Komiker auf der Wanderbühne seines Vaters Josef H. und hatte als kom. Bedienter, Lehrbube und Kellnerjunge größte Erfolge. 1789 engagierte ihn C. v. Marinelli an das Leopoldstädter Theater in Wien, 1803–19 wirkte er am Theater a. d. Wien. 1810 gastierte er in München, 1812 in Frankfurt a. M., dann in Nürnberg, Darmstadt, Regensburg, 1817 in Berlin. Nach einem Mißerfolg in Berlin versuchte er noch einmal vergeblich in Wien sein Glück. Einst als „Thaddädl“ sehr gefeiert, starb H., dem Grillparzer 1833 ein Gedicht gewidmet hatte, als Abschreiber. Seine beiden Töchter waren im Ballettcorps des Kärntnerthor-Theaters.

Hauptrollen: Thaddädl, Lorenz’ Abschied, Der lebendige Sack, Zwirnhändler, Der A-B-C-Schütze, etc.
L.: F. J. Hadatsch, Launen des Schicksals, oder Szenen aus dem Leben und der theatral. Laufbahn des Schauspielers A. H., 1834; Eisenberg; O. G. Flüggen, Biograph. Bühnen-Lex. der dt. Theater, 1892; Kosch, Theaterlex.; Nagl–Zeidler–Castle, s. Reg.; Wurzbach; J. F. Castelli, Memoiren meines Lebens, 1861; Smlg. Mansfeld, Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 200
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