Haudek, Martin (1880-1931), Röntgenologe

Haudek Martin, Röntgenologe. * Wien, 27. 11. 1880; † Wien, 9. 3. 1931. 1905 Dr.med. Vorbildung an der Klinik Nothnagel und am Patholog. Inst. von Weichselbaum, 1907 supplierender Leiter der internen Abt. am Wr. Allg. Krankenhaus. 1908 Eintritt in das Holzknecht-Inst. Während des Ersten Weltkrieges leitete H. die Röntgeninst. mehrerer großer Spitäler, 1915 Priv. Doz. für med. Radiol., 1920 übernahm er die Leitung des Röntgeninst. im Wr. Wilhelminenspital, 1928 tit. ao. Prof. H. verfaßte über 50 wiss. Arbeiten, darunter als bedeutendste jene über den Nachweis der Ulcerationen des Magens. Weitere Arbeiten befassen sich mit Herzgrößenbeurteilung, mit chron. Knochenmarkseiterung. Auf therapeut. Gebiete behandeln die bedeutendsten Publikationen die Röntgentherapie der Basedowschen Krankheit. 1928 Vorsitzender der dt. Röntgenges.

W.: Zur röntgenolog. Diagnose der Ulcerationen in der Pars media des Magens, in: Münchner med. Ws., Jg. 57, 1910, S. 1587; Die Bedeutung der Magenradiol. für die Chirurgie, gem. mit P. Clairmont, 1911; Interne Röntgendiagnostik in der Massenpraxis, 1918; Röntgen-Untersuchung des Duodenums, in: Lehrbuch der Röntgenkunde von H. Rieder und J. Rosenthal, 1924.
L.: Wr.Ztg. und N.Fr.Pr. vom 11. 3. 1931; Prof. Dr. M. H., in: Strahlentherapie, Bd. 41, 1931, S. 201; WMW 12, 1931, S. 422–23; Fischer 1, S. 587; Feierl. Inauguration, 1931/32.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 210
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