Heider, Moriz (1816-1866), Zahnarzt

Heider Moriz, Zahnmediziner. * Wien, 21. 6. 1816; † Wien, 29. 7. 1866. Vater des Vorigen. Stud. an der Univ. Wien Med., 1841 Dr.med. Zunächst Ass. bei dem Physiker J. Wisgrill, dann bei dem Zahnarzt G. Carabelli (s. d.), dessen Praxis er später übernahm und sich 1843 als Doz. für Zahnheilkunde habilit. 1858 ao. Prof. für Zahnheilkunde an der Univ. Wien. H., der 1860 die „Mitt. des Zentralver. dt. Zahnärzte“ gründete, entwickelte als Lehrer und Praktiker eine bedeutende Tätigkeit, doch waren seine Bemühungen um Gründung eines zahnärztlichen Inst. für den prakt. Unterricht ohne Erfolg. Er verwendete als erster (1846) die Galvan. Glühhitze zur Zerstörung der Nerven der Zahnpulpa.

W.: Der Platinschließungsdraht als Glühapparat für chirurg. Zwecke, in: Z. der Wr. Ärzte, Jg. 5, 1849; gem. mit C. Wendl: Der Zahnschmerz, in: Z. der Wr. Ärzte, Jg. 1, 1844; Anleitung zur Pflege der Zähne im gesunden und kranken Zustande und Andeutung über künstliche Zähne und Gebisse, 1845; Bemerkungen über das sogenannte Plombieren der Zähne, in: Wochenbl. der Ges. der Ärzte zu Wien, 1857; Beiträge zur Pathol. der Zähne, in: Dt. Vierteljahrsschrift für Zahnheilkde., 1864.
L.: Hirsch; ADB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 242
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