Hell, Josef (1789-1832), Bildhauer

Hell Josef, Bildhauer. * Vomp (Tirol), 23. 8. 1789; † Schloß Tirol (Südtirol), 22. 5. 1832. Bauernsohn; lernte Krippen schnitzen und schnitt nach dem Vorbild der Alabasterreliefs am Grabmal K. Maximilians I. in der Hofkirche zu Innsbruck von A. Colin Landschaften und Szenen in Birnholz. Stud. seit 1824 mit Unterstützung des Tiroler Landesmus. Ferdinandeum an der Akad. d. bild. Künste in München. 1828 Schloßwart in Schloß Tirol. Seit dem Abschluß der Stud. schnitzte er figurenreiche Szenen nach Heiligenlegenden und geschichtlichen Ereignissen. H., ein Vertreter des romant. Stiles, ist mehr durch techn. Können als durch künstler. Gestaltung seiner Reliefs hervorzuheben.

W.: Reliefs: Dorftanz, Schießstand, 1824: Rückkehr der Hl. Genoveva, 1824/25, Einzug der Jungfrau von Orléans in Reims, alle im Tiroler Landesmus. Ferd., Innsbruck.
L.: Tiroler Stimmen 1878, n. 188, 1902, n. 26; J. H. und seine Schnitzwerke, in: Neue Z. des Ferd., 1835; Tiroler Künstlerlex., 1830; Thieme–Becker; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 258
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