Hellenbach, Lazar Frh. von (1827-1887), Philosoph und Okkultist

Hellenbach Lazar Frh. von, Philosoph und Okkultist. * Schloß Paczolaj (Obsolovce, Slowakei), 3. 9. 1827; † ebenda, 24. 10. 1887. Von Schopenhauer ausgehend, wurde er in seinem Denken aber immer mehr durch den Okkultismus bestimmt, indem er neben dem geistigen Ich und dem phys. Leib (Organismus) noch einen unsichtbaren Leib (Metaorganismus) annahm, der, mit der substantiellen Seele ident., sowohl Träger mag. Kräfte als auch Empfänger nicht durch die phys. Sinne vermittelter Wahrnehmungen, wie Telepathie, Gedankenübertragung, Hellsehen, sei.

W.: Eine Phil. des gesunden Menschenverstandes, 1876; Der Individualismus im Lichte der Biol. und Phil. der Gegenwart, 1878, 2. Aufl. 1887; Die Vorurteile der Menschheit, 3 Bde., 1879/80, 3. Aufl. 1893; Aus dem Tagebuch eines Philosophen, 1881; Die neuesten Kundgebungen einer intelligiblen Welt, 1882; Die Magie der Zahlen, 1882, 3. Aufl. 1910; Die Logik der Tatsachen, 1884; Geburt und Tod als Wechsel der Anschauungsform und die Doppelnatur des Menschen, 1885; Das 19. und 20. Jh., Kritik der Gegenwart und Ausblicke in die Zukunft, aus dem Nachlaß hrsg. von C. du Prel, 1888.
L.: W. Hübbe-Schleiden, H., der Vorkämpfer für Wahrheit und Menschlichkeit, 1891; Ziegenfuß I, S. 497; Überweg-Österreich, Grundriß IV, S. 621; Kosch.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 258
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