Hermann, Heinrich (1793-1865), Domherr und Historiker

Hermann Heinrich, Domherr und Historiker. * Klagenfurt, 1. 11. 1793; † Klagenfurt, 29. 1. 1865. 1814 Priesterweihe; war dann in verschiedenen Orten Kärntens als Seelsorger tätig. 1828 Kanzler des Gurker Konsistoriums, 1843 Dechant von Gmünd, 1844 Stadtpfarrer von Klagenfurt. 1851 in das Domkapitel von St. Andrä im Lavanttal berufen, wurde er zum Konsistorialrat ernannt und dort mit der Pastoralprofessur betraut. Von St. Andrä kam er 1859 in das Domkapitel von Gurk nach Klagenfurt, wo ihm das Referat für Kirchenbauten und die Diözesanbuchhaltung übertragen wurden. Seit 1820 auch als Historiker tätig, veröffentlichte H. zahlreiche Aufsätze in verschiedenen Z. und zählte zu den Hauptmitarbeitern der Z. „Carinthia“. 1857 korr. Mitgl. des Hist. Ver. für Steiermark, 1858 Mitgl. der Academia dei Quiriti in Rom.

W.: Hdb. der Geschichte des Herzogthumes Kärnten, Abt. 2, Bd. 2 und 3, 1843–60; Geschichte der Hauptpfarrkirche St. Egiden zu Klagenfurt, in: Carinthia, Jg. 11, 1821, S. 6 ff., 20 ff., 32 ff., 41 ff., 49 ff.; Treffen in Kärnten und seine Grafen, ebenda, Jg. 19, 1829, S. 3 ff., 9 ff.; Das Schloß Griffen, ebenda, Jg. 21, 1831, S. 3 ff.; Urkundliche Nachträge für Klagenfurt, ebenda, Jg. 29, 1839, S. 83 f.; Joachim Haspinger und sein Zug durch Kärnten im Jahre 1809, ebenda, Jg. 48, 1858, S. 25 ff.; Das ehemalige Verhältnis des Pusterthales, insbesondere der Herrschaften Lienz zu Kärnten, ebenda, Jg. 53, 1863, S. 225 ff.; Unsere Landsleute in Nordamerika, ebenda, Jg. 55, 1865, S. 17 ff., 41 ff.; etc.
L.: Österr. Ws. für Wiss., Kunst und öffentliches Leben. Beilage zur Wr.Ztg., 1865, S. 215 ff.; Carinthia, Jg. 48, 1858, S. 35; Carinthia, Jg. 55, 1865, S. 53 ff.; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 286f.
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