Hessler, Ferdinand (1803-1865), Physiker

Hessler Ferdinand, Physiker. * Regensburg, 23. 2. 1803; † Wien, 11. 10. 1865. Kam 1825 nach Wien, stud. bei A. Frh. v. Ettingshausen (s. d.) und A. Frh. v. Baumgartner (s. d.), dessen Ass. er wurde, und supplierte 1826 die Lehrkanzel für Physik an der Univ. Graz, Chemie am Joanneum, 1828 Dr.phil., 1830 o. Prof. der Physik und angewandten Mathematik an der Univ. Graz, 1835 o. Prof. der Physik und angewandten Mathematik an der Karl-Ferdinands-Univ. in Prag, 1844 o. Prof. am Polytechn. Inst. in Wien, wo er seit 1845 auch die Lehrkanzel für Physik an der Univ. supplierte. Durch die Hrsg. der „Encyklopäd. Z.“ (seit 1841) erwarb sich H. große Verdienste um die Entwicklung der böhm. Industrie. Er entfaltete auch eine lebhafte prakt. Tätigkeit, z. B. als Jurymitgl. bei der allg. Pariser Industrieausst. (1855), auf zahlreichen Studienreisen und durch seine seit 1840 gehaltenen populären Vorträge über Mechanik und industrielle Physik. Korr. Mitgl. der Akad. d. Wiss. in Wien, Mitgl. der kgl. Böhm. Ges. der Wiss., Ehrenmitgl. des physikal. Ver. zu Frankfurt etc. Seit 1861 Mitgl. des Wr. Gemeinderates, seit 1850 Mitgl. des philosoph. Doktorenkollegiums der Univ. Wien.

W.: Hdb. der Physik, 5 He., 1842–52; Lehrbuch der Physik nach den Bedürfnissen der Technik, Künste und Gewerbe, 1852; etc.
L.: Almanach Wien, 1866; Poggendorff 1, 3; Wurzbach; ADB; Die k. k. Techn. Hochschule in Wien 1815–1915, hrsg. von J. Neuwirth, 1915.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 306
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