Hiller, Johann Frh. von (1748-1819), Feldzeugmeister

Hiller Johann Frh. von, General. * Modena, 1748; † Lemberg, 5. 6. 1819. Sohn eines Obst. Seit 1763 als Kadett im IR. 8, 1783 Mjr. beim Warasdiner Kreuzer Grenz-IR. 5. Für den Sturm auf Novi 1788 erhielt er das Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens und diente in den anschließenden Kriegen gegen Frankreich. 1789 Obst. und Frh., 1792 erhielt H. das Indigenat in Ungarn. 1799 FML, 1805 kommandierender Gen. von Tirol und Vorarlberg. Als Führer einer Armeegruppe erhielt er für den Sieg bei Neumarkt am 24. 4. 1809 das Kommandeurkreuz des Maria-Theresien-Ordens. Für seine entscheidende Teilnahme am Sieg bei Aspern (21./22. 5. 1809) wurde er zum FZM befördert. 1813 drängte er als Kmdt. der innerösterr. Armee den überlegenen Feind aus den ehemals österr. Provinzen und starb als kommandierender Gen. in Galizien. H. war Landstand in Kärnten, Steiermark und Tirol, seit 1799 Gotteshauptmann in St. Gallen (Schweiz).

L.: Feldherr H., in seinen Taten geschildert, 1813; C. A. Schweigerd, Österreichs Helden und Heerführer, Bd. 3, 1854; Kosch, Dos kath. Deutschland; Hirtenfeld 2; Alten 4; Wurzbach; ADB; K. A. Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 317
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