Höbarth, Franz (1778-1845), Baumeister

Höbarth Franz, Baumeister. * 1778; † Linz a. d. Donau, 12. 4. 1845. 1816 auf die Gerechtigkeit von P. Mungenast als Stadtbaumeister in Linz aufgenommen, errichtete H. hier eine stattliche Reihe biedermeierlich-klassizist. Bürgerhäuser, die durch Gediegenheit und Sorgfalt ihrer strengen Gliederung auffallen. Sein Sohn Karl H. (* Linz a. d. Donau, 3. 10. 1819; † ebenda, 4. 6. 1906) besuchte das Polytechnikum in Wien und war dann als Nachfolger seines Vaters in Linz tätig, wo er Bauten in neugot. Stile aufführte und auch am Bau des Neuen Domes beteiligt war. Ohne Nachkommen geblieben, machte er testamentar. eine größere Stipendienstiftung für Schüler der Staats-Handwerkerschule und für Hörer der Techn. Hochschule in Wien.

W.: Franz H.: Erneuerung des Turmes der Linzer Stadtpfarrkirche (Entwurf J. Veith), 1820–23; Abtragung des Schmiedtorturmes, 1828; Museumstraße 36, 1835; Huemerstraße 6, 1836; Gasthof „Roter Krebs“, Obere Donaulände 11, 1837; Sektionshalle und Kapelle am Barbarafriedhof, 1839; Stifterstraße 5, 1840; etc.
L.: Österr. Bürgerbl. vom 3. 10. 1823; Linzer Ztg. vom 22. 6. 1859 = A. Stifters sämtliche Werke, Bd. 14, 2. Aufl. 1933, S. 247 ff.; Linzer Volksbl. vom 27. 7. 1906; Linzer Regesten B I B 1, Reg. 2489, 2490, B II H 2, Reg. 1010, C III F 2, Reg. 666; B. Pillwein, Beschreibung der Provinzial-Hauptstadt Linz, 1824, S. 200 f.; E. Straßmayr, Das Linzer Schmiedtor, in: Jb. des o.ö. Musealver., Bd. 82, 1928 = Alte Stadtbaukunst, Linzer Reihe 2, 1947, S. 95; H. Kreczi, Linzer Häuserchronik, 1941, n. 386, 414, 418, 594; J. Schmidt, Die profanen Baudenkmäler von Linz, in; Alte Stadtbaukunst, Linzer Reihe 2, 1947, S. 52 f.; ders., Linzer Kunstchronik, Tl. 1, 1951, Tl. 3, 1952; O. Constantini, Großstadt Linz, 1952, S. 96 f; Städt. Kulturchronik 1956/57, Linz 1957, S. 22; Krackowizer.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 347f.
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