Höfer, P. Mathias (1754-1826), Rechtswissenschaftler und Sprachwissenschaftler

Höfer P. Mathias, O.S.B., Jurist und Sprachforscher. * Waizenkirchen (O. Ö.), 7. 2. 1754; † Kematen a. d. Krems (O. Ö.), 21. 10. 1826. 1778 Profeß und Priesterweihe. 1779–81 stud. er an der Univ. Wien Zivilrecht, wirkte bis 1789 an der Ritterakad. in Kremsmünster als Prof. der Jurisprudenz, dann als Seelsorger in den Stiftspfarreien. 1797 Pfarrvikar in Steinhaus bei Wels, 1803 an der wiedererrichteten theolog. Hauslehranstalt in Kremsmünster Prof. des Kirchenrechtes; nach Aufhebung der Lehranstalt im gleichen Jahre Pfarrvikar in Kirchham bei Gmunden. 1812–26 betreute er die Stiftspfarre Kematen a. d. Krems.

W.: Exercitatio juridica de origine ac proprietatibus peculiorum apud Romanos, 1780; Über das unglückliche Schicksal der Gelehrten, 1781; Die Volkssprache in Österr. vorzüglich ob der Enns, 1800, 2. Aufl. 1800; Der blaue Montag (Scherze und Erzählungen), 1808; Etymolog. Wörterbuch der in Oberdeutschland, vorzüglich aber in Österr. üblichen Mundart, 3 Tle., 1815; Manuskripte in der Stiftsbibl. Kremsmünster: Altdt. Wörterbuch, 257 S.; Vorarbeiten zu einem altdt. Wörterbuche, 796 S.; Hdb. dt. Reime, jungen Dichtern zum Behuf, alten zum Zeitvertreibe, 154 S.; etc.
L.: Kosch; Nagl–Zeidler–Castle 3, S. 90; Krackowizer; Scriptores O.S.B., 1881; Wurzbach; L. Guppenberger, Bibliographie des Klerus der Diözese Linz von ihrer Gründung bis auf die Gegenwart (1785–1893), 1893, S. 99; Kosch, Das kath. Deutschland.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 351
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