Hofmann, Julius (1840-1896), Architekt

Hofmann Julius, Architekt. * Triest, 20. 2. 1840; † München, 5. 8. 1896. Ausgebildet in Wien, war H. schon 1858 bei der Ausstattung von Schloß Miramare bei Triest beschäftigt. Er besuchte München, Paris und London, arbeitete dann in einer Glasmalereianstalt in Schleißheim. 1864 von K. Maximilian nach Mexiko berufen, richtete er dort das Rathaus als Residenz ein; im Auftrage Maximilians ging er dann nach Dalmatien, um das Kloster Lacroma umzubauen. Nach der Erschießung des K.s wurde er Leiter einer Münchner Glasmalereianstalt; ab 1867 für Kg. Ludwig II. von Bayern tätig. Zuerst gem. mit G. v. Dollmann, später als Schöpfer der gesamten Innenausstattung war er maßgeblich an den verschiedenen Schloßbauten beteiligt. Verwandt mit dem Wr. Architekten Prof. Nikolaus H. (* 25. 10. 1845; † 16. 4. 1920).

W.: Mitarbeit am Schloß Herrenchiemsee, 1878 ff. (unter G. v. Dollmann); Bauleiter von Schloß Neuschwanstein, ab 1884 (als Nachfolger v. Dollmanns); Erweiterungsbau von Schloß Linderhof, 1885; Gedächtniskirche für Kg.Ludwig II. im Park von Schloß Berg, 1900; Entwürfe zur neuen Schatzkammer der Münchner Residenz; etc.
L.: Thieme–Becker; ADB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 9, 1959), S. 382
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