Hohenwart, Franz Josef Hannibal Gf. von (1771-1844), Naturwissenschaftler und Verwaltungsbeamter

Hohenwart Franz Josef Hannibal Graf von, Verwaltungsbeamter und Naturforscher. * Laibach, 24. 5. 1771; † Laibach, 2. 8. 1844. Neffe des Fürsterzbischofs Sigmund Anton Gf. v. H. (s. d.). Kam 1782 nach Florenz, um bei seinem Onkel, der damals auch den späteren K. Franz (s. d.) unterrichtete, erzogen zu werden. Dann stud. H. in Wien verschiedene naturwiss. Fächer und trat hierauf in den Staatsdienst. 1795 wurde er Kreiskommissär beim Laibacher Gubernium, 1803 Vize-Kapitän in Capo d’Istria, 1809 Kreishptm. in Rudolfswert (Neustadtl), 1816 Gubernialrat in Venedig. Ab 1820 i.R., widmete er sich ganz seinen naturwiss. Neigungen. H. erwarb sich besondere Verdienste um die Erschließung der seinem Gut benachbarten Adelsberger Grotten, um die Landwirtschaftsges. für Krain als deren langjähriger Präs., vor allem aber um die Errichtung und Ausgestaltung des hauptsächlich seiner Initiative zu dankenden Laibacher Landesmus., dem er auch große Bestände seiner reichhaltigen Smlgn. abtrat.

W.: Wegweiser für den Wanderer in der berühmten Adelsberger K. Ferdinands-Grotte, 1830, 2. Aufl. 1837; Leitfaden für die das Landesmus. Besuchenden, 1836; Beiträge zur Naturgeschichte, Landwirtschaft und Topographie des Herzogthums Krain, 1837; etc.
L.: Mitt. des hist. Ver. für Krain 1851, S. 3ff.; J. D. Bleiweis, Geschichte der Landwirtschaftsges. für Krain, 1868; SBL 1; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 395f.
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