Hollós, Laszlo (1859-1940), Botaniker

Hollós Laszlo, Botaniker. * Szegszárd (Ungarn), 18. 6. 1859; † ebenda, 16. 2. 1940. Stud. in Budapest und legte 1883 die Lehramtsprüfung für Chemie und Physik ab; er war dann 7 Jahre an verschiedenen Orten als Erzieher und ein Jahr als Ass. am zoolog. Lehrstuhl des Budapester Polytechnikums tätig. 1892 erwarb er mit einer chem. Arbeit das Doktorat. 1891–1912 unterrichtete er an der Staats-Oberrealschule in Kecskemét. Als der Dir. der Anstalt die von H.s wertvollen botan. Smlgn. belegten Räume für andere Zwecke beanspruchte, vernichtete er sie, schied aus dem Schuldienst und zog sich nach Szegszárd zurück. H., der sich erst 1895 der Mykol. zugewandt hatte, zählt zu den bedeutendsten Pilzforschern Ungarns. Gestützt auf seine vor allem in der Umgebung von Kecskemét und in der großen ung. Tiefebene, dem Alföld, angelegten Smlgn., beschrieb er 480 neue Pilzarten und vermehrte die Zahl der aus Ungarn bekannten Gasteromyceten von 40 auf 100. 1898 nahm er an der Déchyschen Expedition in den Kaukasus teil.

W.: Magyarország Gasteromycetái (Gasteromycetes Hungariae), 1903, dt.: Die Gasteromyceten Ungarns, 1904; Uj gombák Kecskemét vidékéröl (Fungi novi regionis Kecskemétiensis), in: Annales historico-naturales Musei nationalis Hungarici 4–8, 1906–10 und in: Növénytani Közlemények 6, 1907; Magyarország földalatti gombái, szarvasgombaféléi (Fungi hypogaei Hungariae), 1911; etc. Vgl. G. Lindau-P. Sydow, Thesaurus litteraturae mycologicae et lichenologicae, Bd. 1, 1908 und Bd. 3, 1913; Gombócz 1 und 2; CSP 15.
L.: Az Est vom 5. 8. 1911; A kecskeméti m. kir. állami föreáliskola Értesitöje 1912/13, S. 3–25; Borbäsia 2, 1940, S. 1f.; Botanikai Közlemények 38, 1941 (mit dt. Zusammenfassung und Werksverzeichnis); Das geistige Ungarn 1; Szinnyei 4.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 403f.
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