Holý, Josef (1874-1928), Schriftsteller

Holý Josef, Dichter. * Koschik (Košík/Rožďalovice, Böhmen), 7. 2. 1874; † Brünn, 6. 2. 1928. Legte an der Univ. Prag die Lehramtsprüfung ab und wurde Mittelschullehrer, zuletzt in Brünn. In späteren Jahren war er auch polit. tätig. Gegen die herrschende Feinfühligkeit und dekadente Formkultur der tschech. Moderne versuchte H. eine — etwas künstliche — Wiederbelebung des Volksliedes und schrieb einen kräftigen, mitunter derb-naturalist. Stil. Inhaltlich bedeutsame und Werke größeren Umfanges sind mißglückt.

W.: Vašíček Nejlů, 1890, 1901; Památník a Skokády (Erinnerungen und Bocksprünge), 1897; Padavky (Sternschnuppen), 1897; Satyry, 1903; Elegie, 1903; Adamovské lesy (Die Wälder von Adamsthal), 1905; Mračna (Wolken), 1908; Černé móře (Das Schwarze Meer), 1911; Skalné pláně (Felsplateaus).
L.: Otto 28, Erg. Bd. II/2.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 407
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