Hoschek, Fritz (1904-1942), Turnlehrer

Hoschek Fritz, Turnpädagoge. * Wien, 29. 9. 1904; † Stalingrad (UdSSR), 29. 12. 1942 (gefallen). Stud. an der Univ. Wien Naturgeschichte und Turnen, dann Med., 1928 Dr.phil., 1934 Dr.med. Gehörte zum Schüler- und Mitarbeiterkreis der österr. Turnerneuerer Gaulhofer (s.d.) und Streicher. Die biolog. Orientierung der Leibesübungen war für ihn als Biologen und Arzt selbstverständlich. Er trug viel zur Vertiefung der „natürlichen Lehrweise“ in den Leibesübungen bei, führte diese vor allem im Schilaufunterricht und im Geräteturnen durch und wurde einer der bedeutendsten Wegbereiter eines modernen Schilaufunterrichtes. Seit 1927/28 Lehrer und Prüfer am Inst. für Turnlehrerausbildung an der Univ. Wien. 1938–42 war H., ein schöpferischer und tatkräftiger Gestalter des „natürlichen Turnens“, in der Gestaltung der Leibesübungen und besonders des Schilaufs beim Reichsarbeitsdienst und bei der Luftwaffe führend.

W.: Die natürliche Lehrweise des Schilaufs, 1933; Das natürliche Schwungfahren auf Schiern, gem. mit G. Wolfgang, 1935; Die Erziehung zum Schwingen, 1938, 1941; Neuzeitliches Geräteturnen, 2 Bde., 1934; zahlreiche Abhh. in Fachz., u.a. in: Der Neue Weg, Wien, Die Quelle, Wien, Leibesübungen, Berlin.
L.: U.A. Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 432
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