Hradeczky (Hradetzky), Johann Nep. (1775-1846), Verwaltungsbeamter

Hradeczky (Hradetzky) Johann Nep., Verwaltungsbeamter. * Laibach, 30. 8. 1775; † Laibach, 6. 7. 1846. Sohn eines höheren Verwaltungsbeamten, Onkel des Vorigen. Seit 1792 philosoph. Stud. in Graz, dann Eintritt in den Staatsdienst in der krain. Verwaltung, 1814 Bezirkskomm. in Lack, 1820–46 Bürgermeister von Laibach und im Landtag zum ständ. Verordneten der landesfürstlichen Städte gewählt. H. förderte besonders das Schulwesen (1834 Gründung einer Handelsschule), karitative und kulturelle Einrichtungen (1832 Eröffnung des Armenhauses, Schaffung des Pfandamtes, Gründung des Laibacher Landesmus.). Er unterstützte auch den Straßenbau, führte neue Grundbücher am Laibacher Magistrat ein, veranlaßte die Entsumpfung des Laibacher Moores (1825–29) und förderte maßgeblich die Maulbeerbaumzucht. Besonders wichtig waren seine Anordnungen gegen die Pest 1831. H. war ein Freund Prešerns, der ihm zwei Gedichte widmete.

L.: SBL 1; Wurzbach; Mitt. A. Hradetzky, Innsbruck.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 437
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