Hudetz, Josef (1842-1909), Architekt

Hudetz Josef, Architekt. * Wien, 7. 8. 1842; † Wien, 16. 12. 1909. Stud. an der Techn. Hochschule und als Schüler van der Nülls an der Akad. d. bild. Künste in Wien. Nach Studienreisen nach Italien und Deutschland ließ sich H. 1868 als selbständiger Architekt in Wien nieder. 1872–75 war er Chef-Architekt der Union-Bauges., beschäftigte sich später auch mit Platzregulierungen und allg. städtebaulichen Problemen. Mitgl. des Wr. Künstlerhauses seit 1869.

W.: Privathäuser auf dem Boden des ehemaligen Bürgerspitals, Wien I., Führichg.-Tegetthoffstr.; Privathäuser, Wien I., Tiefer Graben 7–15; Kreisgerichtsgebäude, St. Pölten; Publ.: Begräbnishallen mit pneumat. Förderung zum Central-Friedhof der Stadt Wien, gem. mit F. v. Felbinger, 1874; Projekte für öffentliche Bauten, 1886 (mit Konkurrenzentwürfen für: Landtagsgebäude, Brünn, 1867, Justizpalast, Wien, 1874, Rathaus, Hamburg, 1876, Landesmus., Linz, 1878, Gefangenenhaus, Wien IX., 1881, Redoutengebäude, Innsbruck, 1884, etc.).
L.: R. Schmidt, Das Wr. Künstlerhaus 1861–1951, 1951; Bodenstein; Thieme–Becker.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 10, 1959), S. 447
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