Hutter, Josef (1850-1914), Prälat

Hutter Josef, Prälat. * Meran (Südtirol), 3. 2. 1850; † Trient, 29. 8. 1914. Stud. 1869–75 am Germanicum in Rom, 1874 Priesterweihe, Dr.theol. 1875 Kooperator in Riffian, dann in Meran, gründete hier den kath.-konservativen Bürgerklub. Seit 1887 im Ordinariat in Trient Prokanzler mit der Agende des dt. Anteils der Diözese, seit 1894 Provicarius generalis. Nach dem Tode des Fürstbischofs E. Valussi (1903) war er von mancher Seite (Hussarek, s. d.) als Bischofskandidat für Trient ausersehen, aber verschiedene Gründe, dabei auch seine entschieden aus Demut ablehnende Haltung, ließen den Vorschlag nicht reifen. Er blieb bis zum Tode in seiner Stellung als treuer Mitarbeiter und geschätzter Berater des Fürstbischofs C. Endrici (s. d.). H. war Domherr und Archidiakon, Präses des Diözesan-Ehegerichtes und Apostol. Protonotar (1904).

L.: Il Trentino vom 30. 8., Neue Tiroler Stimmen vom 31. 8., Grazer Volksbl. und R.P. vom 3. 9., N.Fr.Pr. vom 13. 9. 1914; Korrespondenzbl. des Coll. Germanicum, H. 4, 1914; ZRG, kan. Abt. 16, 1927 S. 225.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 19
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