Inama von Sternegg, Fanny (1870-1928), Malerin

Inama von Sternegg Fanny, Malerin. * Innsbruck, 2. 7. 1870; † Innsbruck, 9. 11. 1928. Tochter des Statistikers Karl Theodor I. v. St., Schwester der beiden Folgenden; bildete sich 1887–92 bei R. Geyling (s. d.) in Wien und bei J. Leonhardt in München in Historien- und Porträtmalerei aus; später stud. sie in München bei A. Schornböck, W. Thor und W. Firle, von denen besonders letzterer durch seine Kinderbildnisse sie am stärksten beeindruckt und geformt hat. Seit 1905 in Innsbruck als vielgesuchte Porträtistin besonders für Damen- und Kinderbilder geschätzt, in denen sie Figur und Landschaft zu feinsinnigem Ganzen wirkungsvoll einte, eröffnete sie eine Malschule für junge In- und Ausländer, beschickte wiederholt die Ausst. im Künstlerhaus in Wien, 1904 die Weltausst. in St. Louis (bronzene Medaille) sowie Ausst. im Kunstver. München und im Künstlerbund Innsbruck. Wegen ihrer Güte wurde sie nach dem Familienschloß bei Brixlegg „Engel von Lichtwehr“ genannt.

W.: Marie Cornet, 1912; etc.
L.: K. Fischnaler, Innsbrucker Chronik, 5, 1934, S. 117; Thieme–Becker.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 31
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