Inama von Sternegg, Karl (1871-1931), Heraldiker und Genealoge

Inama von Sternegg Karl, Heraldiker und Genealoge. * Innsbruck-Wilten, 30. 10. 1871; † Innsbruck, 30. 5. 1931. Sohn des Folgenden, Bruder der beiden Vorigen; stud. an den Univ. Wien und München Jus, trat 1897 in den polit. Verwaltungsdienst in Tirol. Zunächst in Südtirol tätig, wo er während seiner Zuteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Cles auch Gelegenheit fand, die Geschichte seiner Familie, welche aus dem Nonsberg stammt, eingehend zu erforschen, wurde er 1907 nach Innsbruck berufen. Dort wirkte er ununterbrochen bis zu seiner Pensionierung als Hofrat (1923). I. zeigte von Jugend auf großes Interesse für Geschichte und hist. Hilfswiss. Auf diesen Gebieten veröffentlichte er in verschiedenen Z., vor allem im Monatsbl. und Jb. „Adler“, in der „Z. des Ferdinandeums“, in den „Tiroler Heimatblättern“ und im „Schlern“ wertvolle Arbeiten. I. widmete auch dem Heimatschutz und der Denkmalpflege seine Kräfte und wirkte bei Begründung der Tiroler Landmannschaft mit. 1923–31 war er Vorstand des Tiroler Landesmus. Ferdinandeum und führte mit kluger Zurückhaltung die schwierige Auseinandersetzung mit dem Tiroler Volkskunstmus. sowie die Neuaufstellung der reichen Sammlungsbestände des Ferdinandeums durch. Trotz materieller Notlage konnte unter seiner Vorstandschaft die bauliche Erweiterung des Westflügels vorgenommen werden. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrenmitgl. des Landesmus. Ferdinandeum ernannt.

W.: Die Mornauer auf Lichtenwert, in: Monatsbl. Adler, Bd. 3, 1891–95, S. 53; Ein Steier. Wappenbuch von 1596, in: Jb. Adler, 1892, S. 1; Der Fieger. Stammbaum von 1630, ebenda, 1895, S. 431; Die alten Sturmfahnen der Tirol. Landgerichte, in: Monatsbl. Adler, Bd. 6, 1906–10, S. 354; Die Luckhner und Guetl, zwei Brunecker und Brixner Malerfamilien, in: Kunstgeschichtliches Jb. der Zentralkomm. 1911, Beibl. S. 160; Gedanken über das Landeswappen und verschiedene Wappengruppen in Tirol, in: Monatsbl. Adler, Bd. 9, 1921–25, S. 235; Die Festungen, Burgen und Schlösser Nordtirols, in: Der Burgwart, 1925, S. 25; Die Bedeutung des Wandgemäldes in der Turmhalle des Meraner Pfarrturms, in: Der Schlern, 1927, S. 153; Zur Geneal. des Sterzinger Bürgergeschlechtes Köchl, in: Schlern-Schriften 12, 1927, S. 79; Agnes Santer. Eine Brunecker Bürgerstochter und k. Kammerdienerin, in: Der Schlern, 1929, S. 319; Die Geschichte des Ferdinandeums, in: Z. Tirol, F. 2, 1930, H. 13; Tiroler Trachten einst und jetzt, in: Tiroler Heimatbll., Jg. 9, 1931, S. 124, 167; etc.
L.: Tiroler Anzeiger, Jg. 1931, n. 122, 124; Innsbrucker Nachrichten, Jg. 1931, n. 124; Neueste Ztg., Jg. 1931, n. 123; Tiroler Heimatbll., Jg. 9, 1931, S. 225; Adler 15, 1947–49; Kosch, Das kath. Deutschland.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 32
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