Inauen, P. Andreas (1880-1926), Philosoph

Inauen P. Andreas, S.J., Philosoph. * Eggerstanden (Appenzell, Schweiz), 13. 4. 1880; † Innsbruck, 23. 6. 1926. Trat 1904 in die Ges. Jesu ein, stud. 1906–12 Phil. und Theol. in Preßburg und Innsbruck. Seit 1912 war er Prof. am Innsbrucker Inst. für scholast. Phil. und trug hier anfangs Naturphil., seit 1920 Geschichte der Phil. vor. 1921 wurde er Vorstand des Inst., das er mit allen Kräften förderte. Als es 1924 der theolog. Fak. Innsbruck angegliedert wurde, habilit. sich I. als Priv. Doz. für scholast. Phil. Seine philosophiegeschichtlichen Arbeiten haben vor allem zwei Themenkreise: die Phil. innerhalb des Jesuitenordens in dessen Frühzeit und die Auseinandersetzung mit Kant auf dem Boden der scholast. Phil.

W.: Der ewige Kreislauf im Werden der Welten von Svante Arrhenius, in: Schweizer. Rundschau 1915/16, H. 4; Die Stellung der Ges. Jesu zur Lehre des Aristoteles und des Hl. Thomas vor 1583, in: Z. für kath. Theol. 40, 1916, S. 201–37; Suarez’ Widerlegung der scotist. Körperlichkeitsformen, in: Franz Suarez, Gedenkbll. zu seinem 300jährigen Todestag, 1917, S. 123–46; Kants Gottesbegriff, in: Philosoph. Jb. 33, 1920, S. 209–32; Kants „Urteilskraft“ und die „Denkkraft“ bei Thomas von Aquin, in: Z. für kath. Theol. 44, 1920, S. 312–19; Kant. und scholast. Einschätzung der natürlichen Gotteserkenntnis, in: Phil. und Grenzwiss. I/5, 1925; Psycholog. Prognose philosophiegeschichtlicher Entwicklung, in: Stimmen der Zeit, 110, 1925/26, S. 29–41; Das Innsbrucker Inst. für scholast. Phil., 1922.
L.: Phil. und Grenzwiss. I, 1924–26, S. 472f.; Kosch, Das kath. Deutschland.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 33
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