Innerkofler, P. Adolf (1872-1942), Schriftsteller und Priester

Innerkofler P. Adolf, C. S. S. R., Priester und Schriftsteller. * Sexten (Südtirol), 18. 12. 1872; † Wien, 9. 10. 1942. Besuchte bei den Franziskanern zu Innichen die Schule, trat 1892 in den Redemptoristenorden ein und wurde 1896 zum Priester geweiht. Er wirkte dann als Lehrer an den Ordensschulen Katzelsdorf und Mautern (Stmk.), als Missionsprediger im In- und Ausland und schließlich als Seelsorger in Kirchschlag, Mariabrunn und Wien. Volkstümlicher Erzähler und Dramatiker, der dem „Gralsbund“ um R. v. Kralik zugehörte, reorganisierte er die Passionsspiele in Erl und war Mitbegründer der „Christlich-dt. Volksbühne“ zur Pflege und Förderung der kath.-dt. Literatur. Nach dem Ersten Weltkrieg Vorkämpfer seiner Landsleute in Südtirol.

W.: R. v. Kralik, 1900; Ein Krippeng’spiel, 1907; Passionsspiel von Erl, gem. mit A. Dörrer, 1911; Klemens Hofbauer, 1913; Hofbauer-Gebetbuch, 1914; Die Brüder von Kirchschlag (Roman), 2 Bde., 1916; Der Sänger des Heliand (Novelle), 1919; Tiroler Buben (Novellen), 1921; Ein Opfer des Beichtstuhls (Novelle), 1922; Ein Leiden-Christi-Spiel, 1923; Mariabrunner Wallfahrtsspiel, 1925; Ein Volksspiel vom Leiden Christi, 1926; Das Muttergottesspiel, 1928; Maria und das Reh von Mariabrunn (Roman), 1937; etc.
L.: Die Furche vom 23. 3. 1946; Tiroler Nachrichten 1946, n. 223; Volksbote 1952, n. 41; Dolomiten 1952, n. 238; J. K. F. Naumann, P.I., 30 Jahre Priester, 1926; Giebisch–Pichler–Vancsa; Kosch; Nagl–Zeidler–Castle 4, s. Reg.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 36
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