Ipsen, Carl (1866-1927), Gerichtsmediziner

Ipsen Carl, Gerichtsmediziner. * Mediasch (Mediaş, Siebenbürgen), 25. 2. 1866; † Badgastein (Salzburg), 24. 4. 1927. Stud. an den Univ. München, Prag und Innsbruck, 1891 Dr.med., 1888 Ass. am gerichtsmedizin. Inst. bei Kratter, dem er 1892 nach Graz folgte, wo er sich 1894 für forens. Med. habilit. 1894–1927 Leiter des gerichtsmedizin. Inst. an der Univ. Innsbruck, 1896 ao. Prof. und Vorstand des Inst., 1899 o.Prof., 1905/06 und 1911/12 Dekan, 1908/09 Rektor, 1918/19–1920/21 Senator, Präs. des DÖAV, Mitbegründer der Dt. Ges. für gerichtliche Med. I., der grundlegende Arbeiten über Knochenbrüche verfaßte, entdeckte den Strychninnachweis und erwarb sich in erster Linie auf forens.-toxikolog. Gebiet Verdienste.

W.: Untersuchungen über die Bedingungen des Strychninnachweises bei fortgeschrittener Fäulnis, in: Vierteljahrschrift für gerichtliche Med. und öffentliches Sanitätswesen, F. 3, Bd. 7, 1894, S.l; Bemerkungen zur Entstehung des Fettwachses, in: Ber. über das Studienjahr 1907/08 der Univ. Innsbruck, 1909; Der chem. Giftnachweis, 1914; etc.
L.: Dt. Z. für die gesamte gerichtliche Med. 7, H. 2/3, 1926, 9, H. 6, 1927; Ber. über das Studienjahr 1907/08 der Univ. Innsbruck, 1909; Fischer 1, S. 684; Kürschner, Gel. Kal. 1925; Mitt. F. J. Holzer, Innsbruck.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 41
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