Irschik, Magda; verehel. Freiin von Perfall (1841-1935), Schauspielerin

Irschik Magda, Schauspielerin. * Wien, 10. 7. 1841; † Schliersee (Bayern), 16. 1. 1935. Tochter eines Kunsttischlers; machte ihre ersten Schauspielversuche am Sulkowsky-Theater in Bielitz und wurde dann von Laube für kleine Rollen engagiert. 1864 am Thalia-Theater in Hamburg, noch im selben Jahr auch in Königsberg. I. las hier aus Shakespeare, Goethe, Schiller und Lessing. Mit der Ostermannschen Ges. kam sie von Berlin nach Amerika, wo sie in New York, Philadelphia und Baltimore viel bejubelt wurde. Nach kurzem Aufenthalt in Berlin wurde sie 1869 nach Breslau, dann nach Königsberg und Köln, 1875 von H. Richter nach München verpflichtet. Gastspielreisen führten I. wieder nach Amerika, von San Franzisko über Mexiko nach New York und durch ganz Deutschland. Bei der Eröffnung des Thalia-Theaters in New York spielte I. mit überwältigendem Erfolg die Medea. Sie gastierte auch in Rußland und war 1882/83 am Leipziger Stadttheater engagiert. Sie war mit dem Schriftsteller A. Frh. v. Perfall verheiratet. I., eine der bedeutendsten Tragödinnen des vorigen Jahrhunderts, zog sich schon 1884 von der Bühne zurück.

Hauptrollen: Jungfrau von Orleans, Maria Stuart, Thusnelda, Brunhilde, Eboli, Judith, Medea, Orsina, Margarethe, Iphigenie, Deborah, Julia, etc.
L.: Eisenberg; O. G. Flüggen, Biograph. Bühnenlex. der dt. Theater, 1892; Dt. Bühnenjb. 1936, S. 120; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 43
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