Isfordink von Kostnitz, Johann Nep. (1776-1841), Militärarzt

Isfordink von Kostnitz Johann Nep., Mediziner. * Konstanz (Baden-Württemberg), 1776; † Wien, 5. 6. 1841. Trat nach Absolv. seines Stud. in Freiburg in die österr. Armee ein, wo er 1802 zum Oberarzt und 1809 zum Regimentsarzt befördert wurde. 1806 Dr. med., 1814 Stabsarzt, k. Rat und Prof. der allg. Pathol. und materia medica an der Josephsakad. Auf Grund seines Entwurfes der Statuten der med. chirurg. Josephsakad. stellte der K. am 27. 10. 1822 die Akad. den anderen med. Fak. gleich. Ab 1822 Hofrat, oberster Feldarzt der Armee, Dir. der Josephsakad., von mehreren ausländ. Ges. ausgezeichnet, erwarb er sich auch um die Gründung des Naturhist. Mus. Verdienste. Als Mitgl. und Funktionär vieler inländ. Ges. (Militär-Medikamenten-Regie etc.) regelte I. das Militär-Sanitätswesen und Feldarzneiwesen Österr.; 1835 nob.

W.: Beitr. zur Verbreitung der Kuh- oder Schutzblattern-Impfung im tyrol. Bregenz, 1803; Naturlehre für angehende Ärzte und Wundärzte, als Einleitung in das Stud. der Heilkunst, 1814; Über den Einfluß der militär. Gesundheitspolizei auf den Zustand der Heere, in: Schels österr. Militärz., 1820, H. 8–10; Rede zur Feier der Wiedereröffnung der med.-chirurg. Josephsakad., 1824; Militär. Gesundheitspolizei, mit besonderer Berücksichtigung der k. u. k. österr. Armee, 2 Bde., 1825, 2. Aufl. 1826; Polizia medica militare di Muzzarelli, 1829/30; Erinnerungen aus Egypten, 1862.
L.: Hirsch; S. Kirchenberger, Lebensbilder hervorragender österr. Militär- und Marineärzte, 1913; Schönbauer; Kosch, Das kath. Deutschland; Wurzbach; ADB 50.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 43f.
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