Isser von Gaudententhurn, Johanna; geb. Großrubatscher (1802-1880), Malerin

Isser von Gaudententhurn Johanna, Malerin. * Neustift (Südtirol), 27. 12. 1802; † Innsbruck, 25. 5. 1880. Tochter des Pflegers Caspar Großrubatscher. Lernte bei dem Maler J. Kapeller in Meran und bei Makart, einem Oheim des berühmten Wr. Malers. 1828 heiratete sie Johann I. v. G. (Onkel des Folgenden), der in Riva, dann in Lavis, Steniko und Pergine, zuletzt 1835–50 in Cavalese die Stellung eines Landrichters bekleidete. Nach dem Tode ihres Mannes lebte sie in Salzburg, dann in Innsbruck. Sie zeichnete ca. 400 Ansichten von Tiroler Burgen und Schlössern. Diese Originalstud. verwendete der engl. Landschaftsmaler T. Allom, nachdem er sie sorgfältig ausgeführt hatte, als Vorlagen für Stahlstiche, die in London in Heftfolgen erschienen und den Namen I.s auch im Auslande bekannt machten. Die hist. und topograph. Erläuterungen zu diesen Mappenbildern lieferte J. Frh. v. Hormayr (s. d.).

W.: Landschaften, Sagenbilder.
L.: Meraner Ztg. vom 2. 6. 1880; Tiroler Stimmen, 1880, n. 135; I. Zingerle, Johanna (literar. Porträt), 1871; G. Nagler, Künstlerlex. 6, 1838; Bénézit 5; Thieme–Becker; Lex. der Frau; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB; Bibl. Bavar. (Lagerkatalog), 1911, n. 11942.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 45
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