Jaffé, Max (1845-1939), Photograph und Reproduktionstechniker

Jaffé Max, Photograph und Reproduktionstechniker. * Schwerin (Mecklenburg), 27. 7. 1845; † Wien, 14. 12. 1939. Nach Absolv. des Gymn. in Schwerin und einer kurzen Handelslehre in Breslau widmete er sich der Malerei und besuchte die Kunstschule in Nürnberg. 1865–68 erlernte er in Paris bei Reutlinger und Nadar die Photographie. Er arbeitete dann in Wien bei Löwy und bei Rabending und eröffnete 1876 ein eigenes photograph.-artist. Atelier, dem seit 1880 ein Kunstverlag angeschlossen war. Das Unternehmen spezialisierte sich später ganz auf den hochwertigen Farbenlichtdruck und unterhält seit dem Zweiten Weltkrieg eine Niederlassung in New York. J. war 1888–92 Lehrer für Reproduktionstechnik an der Graph. Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, gab 1890–97 die Z. „Die Photographie“ und 1894 den „Kalender für Photographie und verwandte Fächer“ heraus. Er arbeitete erfolgreich an Verbesserungen in Photographie, Chemigraphie, Photolithographie und Farbendruck. 1877 wurde die „Jaffétypie“, die Herstellung von Buchdruckklischees in Halbtönen mit Hilfe von Gazerastern patentiert. J. entwickelte Verfahren zur Entzerrung von Weitwinkelaufnahmen in der Architekturphotographie, ein akaust. Präparat für den Flachdruck und gem. mit A. Albert (s. d.) ein photolithograph. Übertragungspapier.

W.: Zahlreiche Aufsätze in „Photograph. Korrespondenz“ ab 1871, in „Die Photographie“, 1890–97.
L.: K. Stötzer, M. J., ein Leben für Photographie und Reproduktion, in: Graph. Revue Österr. 54, 1952, S. 69–73.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 59
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