Jakesch, Heinrich (1867-1909), Maler und Graphiker

Jakesch Heinrich, Maler und Graphiker. * Prag, 8. 1. 1867; † Prag, 19. 11. 1909. Bruder des Vorigen, zuerst dessen Schüler, stud. seit 1883 an der Akad. d. bild. Künste in München. Bis 1892 war J. in München tätig, wo Ölgemälde und Entwürfe zu Vorlagen für die Glasindustrie entstanden. 1893/94 mit seinem Bruder in Italien, ließ er sich dann in Prag nieder, wo er seit 1892 auf Ausst. kleinformatige Ölbilder und Pastelle zeigte, seit 1897 immer ausschließlicher Radierungen und Schabkunstbll. Besonders bekannt wurde er als Exlibris-Künstler und als Schilderer von Alt-Prag.

W.: Wasserblase, 1891; Morgen, 1892; Bauernmädchen aus Neapel, 1893; Traum, Tod und Jugend, 1897; Pyramus und Thisbe; Porträts: A. Jakesch, C. Rabl; Nachlaß in der Modernen Galerie Prag.
L.: Die graph. Künste, 25, 1902, 30, 1907; Thieme–Becker; Toman; Otto 12, 28, Erg. Bd. III/1; Masaryk 3.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 63
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