Janka, Gabriel (1864-1932), Holztechnologe

Janka Gabriel, Holztechnologe. * Rodenau (Radenov, Böhmen), 24. 3. 1864; † Wien, 15. 5. 1932. Sohn eines Försters; stud. 1886–89 an der forstlichen Fak. der Hochschule für Bodenkultur in Wien, 1889 Dipl.Ing.,1890–98 arbeitete er bei den österr. Staatsforstverwaltungen in Innsbruck und Görz. Ab 1898 zuerst mit der Untersuchung der techn. Eigenschaften der Hölzer an der k. k. forstlichen Versuchsanstalt Mariabrunn betraut, Vorstand der holztechnolog. Abt. dieser Anstalt. 1910–23 Hon.Doz. für mechan. Technol. der Hölzer an der Hochschule für Bodenkultur, 1911 Dr. der Bodenkultur, 1915 Priv.Doz. für die Lehre der Forstbenützung, 1916 tit. ao. Prof., 1919–22 Leiter der forstlichen Bundesversuchsanstalt Mariabrunn. 1921 Hofrat. J. war 1920–24 Mitschriftleiter des Centralbl. für das gesamte Forstwesen (Wien) und im Hauptausschuß des österr. Reichsforstver. tätig. Holztechnologe von Weltruf, war er einer der Pioniere dieses Wissensgebietes und begründete an der forstlichen Versuchsanstalt Mariabrunn die älteste holztechnolog. Forschungsstätte Österr. Seine umfangreichen Untersuchungen galten besonders den Festigkeitseigenschaften und der Elastizität der österr. Bauhölzer unter Berücksichtigung der forstlichen Wuchsgebiete. Entwickelt wurde von ihm ein Holzhärteprüfverfahren, welches in die Normvorschriften der USA, Kanadas und Großbritanniens übernommen wurde. Weiters wurde von ihm die Widerstandsfähigkeit von im Wasser ausgelaugten Hölzern gegen Pilzbefall, die Eignung des Eschenholzes als Skiholz, die techn. Qualität des Douglasienholzes und des Holzes der griech. Tanne, die Prüfung der Wirksamkeit von Holzimprägniermitteln gegen Pilzzerstörung etc. erforscht.

W.: Untersuchungen über die Elastizität und Festigkeit der österr. Bauhölzer, I. Fichte Südtirols, gem. mit A. Hadek, in: Mitt. aus dem forstlichen Versuchswesen Österr., 1900, H. 25; Untersuchungen über die Elastizität und Festigkeit der österr. Bauhölzer, II. Fichte von Nordtirol, vom Wienerwald und Erzgebirge, ebenda, 1904, H. 28; Die Einwirkung von Süß- und Salzwässern auf die gewerblichen Eigenschaften der Hauptholzarten, Tl. 1, Untersuchungen und Ergebnisse in mechan.-techn. Hinsicht, ebenda, 1907, H. 33; Untersuchungen über die Elastizität und Festigkeit der österr. Bauhölzer, III. Fichte aus den Karpaten, aus dem Böhmerwald, Ternovanerwald und den Zentralalpen. Techn. Qualität des Fichtenholzes im allg., ebenda, 1909, H. 35; Untersuchungen über die Elastizität und Festigkeit der österr. Bauhölzer, IV. Lärche aus dem Wienerwald, aus Schlesien, Nord- und Südtirol, ebenda, 1913, H. 37; Die Härte der Hölzer, ebenda, 1915, H. 39; Untersuchungen über die Elastizität der österr. Bauhölzer, V. Lärche aus Krain, aus O.Ö., Stmk., aus dem Erzgebirge und Böhmerwald, aus Mähren und Galizien. Techn. Qualität des Lärchenholzes im allg., ebenda, 1918, H. 40; Über die techn. Qualität des Douglastannenholzes, in: Centralbl. für das gesamte Forstwesen, Jg. 47, 1921; Die bautechn. Qualität des Holzes der Stiel- und Traubeneiche, ebenda, Jg. 51, 1925; etc. Mitarbeiter bei: Hdb. der Forstwiss., 3. und 4. Aufl., 4 Bde., 1912–13, 1924–25; etc.
L.: Centralbl. für das gesamte Forstwesen, Jg. 55, 1929, H. 3, S. 81–86, Jg. 58, 1932, H. 7/8, S. 180–82 (Werksverzeichnis); Der Holzmarkt, Jg. 22, 1932, n. 80, S. 2–3; Wr. Allg. Forst- und Jagdztg., Jg. 50, 1932, S. 136; Forstliche Rundschau, Bd. 5, 1932, S. 62; Forstarchiv, Jg. 5, 1929, S. 262, Jg. 8, 1932, S. 270; Forstliche Ws. Silva, Jg. 20, 1932, S. 184.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 73f.
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