Jenger, Johann Baptist (1792-1856), Musiker und Beamter

Jenger Johann Baptist, Beamter und Musiker. * Kirchhofen b. Freiburg i.Br., 23. 3. 1792; † Wien, 30. 3. 1856. Als ausübender Musiker pflegte er mit den namhaftesten Komponisten seiner Zeit regen Verkehr; besonders Schubert, zu dessen ersten und eifrigsten Anhängern er zählte, stand ihm nahe. 1818–25 wirkte er als k. k. Feldkanzlei-Adjunkt in Graz und entwickelte im Vorstand des Steiermärk. Musikver. eine äußerst fruchtbare Tätigkeit, besorgte die Kanzleigeschäfte, begleitete bei Vereinskonzerten am Klavier und bei kirchlichen Aufführungen an der Orgel. Wieder in Wien, war er Kanzleidir. der Ges. der Musikfreunde und ständiger pianist. Begleiter des Frh. v. Schönstein.

W.: Biograph. Notizen über A. Hüttenbrenner, um 1830 (Manuskript bei der Ges. der Musikfreunde, Wien).
L.: Österr. Rundschau, Bd. 10, 1907, H. 3; F. Bischoff, Chronik des Steiermärk. Musikver., 1890; H. Federhofer, Musikleben in der Stmk., in: Die Steiermark, 1956; L. Nohl, Beethovens Leben, 1877; O. E. Deutsch, F. Schubert. Die Dokumente seines Lebens und Schaffens, 1913; W. Dahms, F. Schubert, 3.–5. Aufl., 1918; W. Kahl, Verzeichnis des Schrifttums über F. Schubert 1828–1928, 1938; W. Jaspert, F. Schubert, 1941, 2. Aufl. 1947; H. Werlé, F. Schubert, 1941; B. Paumgartner, F. Schubert, 2. Aufl. 1947; O. E. Deutsch, F. Schubert, Briefe und Schriften, 1954; Die Musik in Geschichte und Gegenwart 6 (Hüttenbrenner); Reissmann. – Vgl. L. über L. v. Beethoven, A. Hüttenbrenner und F. Schubert.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 104
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