Jordan, Karl (1863-1946), Maler

Jordan Karl, Maler. * Bozen (Südtirol), 19. 5. 1863; † Leipzitg, 2. 5. 1946. Bruder des Vorigen. Zuerst bei einem Rahmenmacher und Vergolder in der Lehre; stud. 1881–90 als Schüler von Defregger (s. d.) und Löfftz an der Akad. der bildenden Künste in München und erhielt 1888 ein tirol. Landesstipendium. Seit 1891 war er Lehrer, seit 1910 tit. Prof. an der Kunstschule in Straßburg, 1921–28 Prof. an der Kunstschule in Aachen. Als typ. Vertreter der Münchener Historienmalerei verwendete er vor allem Motive aus der Geschichte Tirols und aus der Heldensage als Vorlage für seine Gemälde.

W.: Zyklus Herzog Friedrich mit der leeren Tasche, 1891; Kampf in Tirol 1809, 1899; K. Maximilian in der Martinswand, 1900; Walthers Kampf, Städt. Mus. Straßburg, 1905; K. Sigismund in Straßburg, Wallraf-Richartz-Mus. Köln, 1906; Die Helden, Österr. Galerie Wien, 1909; etc.
L.: F. Jansa, Dt. Bildende Künstler in Wort und Bild, 1912; Thieme–Becker; Mitt. P. Jordan, Stuttgart.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 131f.
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