Jósika von Branyicska, Samu Baron (1805-1860), Politiker

Jósika von Branyicska Samu Baron, Politiker. * Klausenburg (Cluj, Siebenbürgen), 5. 5. 1805; † Wien, 28. 3. 1860. Nach Beendigung seiner Stud. und jurid. Tätigkeit in Klausenburg bzw. in Marosvásárhely 1825 überzähliger Konzipist, 1827 überzähliger Sekretär der siebenbürg. Hofkanzlei, 1829 Administrator des Komitats Torda, 1831 überzähliger Hofrat der ung. Hofkanzlei. Die eigentliche polit. Laufbahn J.s begann auf dem siebenbürg. Landtag von 1834, wo er ein leitendes Mitgl. der Hofpartei wurde. 1837 zur ung. Hofkanzlei versetzt, erhielt er 1838 den St. Stephans-Orden und die Stellung eines Referendars der ung. Hofkanzlei. Auf dem ung. Reichstag von 1839/40 und in der Landeskomm., eingesetzt zur Ausarbeitung eines neuen Strafkodex, spielte er eine bedeutende Rolle. 1844 Vizepräs. der siebenbürg. Hofkanzlei und Geh. Rat, 1846–48 letzter siebenbürg. Hofkanzler. An der Gegenrevolution organisator. beteiligt, bekämpfte er jedoch den Neoabsolutismus vom konservativen Standpunkt aus.

L.: Szinnyei 5; Révai 11; M. Horváth, Fünfundzwanzig Jahre aus der Geschichte Ungarns 1823–48, 1867; A. v. Berzeviczy, Az abszolutismus kora Magyarországon (Das Zeitalter des Absolutismus in Ungarn), Bd. 1, 1922; V. Hóman–J. Szekfű, Magyar történet (Ung. Geschichte), 7, 1934; Österr. Rundschau 19, 1909, S. 190; E. Andics, Kossuth harca az árulók és megalkuvók ellen (K. s Kampf gegen Verräter und Opportunisten), 1952; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 136f.
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