Jüptner, Hans Frh. (1853-1941), Chemiker

Jüptner von Jonstorff Hans Frh., Chemiker. * Wien, 22. 5. 1853; † Wien, 6. 9. 1941. Sohn des FML Anton Frh. J. v. J.; stud. 1870–74 an der Techn. Hochschule Wien, 1875/76 Volontär an der k. k. Geolog. Reichsanstalt, 1877–82 Praktikant und ab 1880 als Ass. beim Punzierungsamt in Wien und Prag. 1882 Chefchemiker der Österr. Alpinen Montanges. im Werke Neuberg und 1898 Leiter des chem. Laboratoriums des Hauptwerkes in Leoben, 1899 Priv. Doz. an der k. k. Bergakad. in Leoben, 1902 o. Prof. der chem. Technol. anorgan. Stoffe an der Techn. Hochschule in Wien, 1910/11 Rektor, hatte er in dieser Eigenschaft auch den Vorsitz bei der ersten allg. österr. Rektorenkonferenz. J. war ein hervorragender Fachmann auf dem Gebiete des Eisenhüttenwesens und beschäftigte sich auch mit Erfolg mit Problemen der Kesselfeuerung, Metallurgie und verschiedenen Fragen der physikal. Chemie. Im Ersten Weltkrieg entwickelte er einen widerstandsfähigen nickelfreien Geschützstahl.

W.: Kompendium zur Eisenhüttenkde., 1896; Grundzüge der Siderol., 3 Tle., 1900–04; Lehrbuch der physikal. Chemie, 2 Tle., 1904–05; Lehrbuch der chem. Technol. der Energien, 3 Bde., 1905–08; Das Eisenhüttenwesen, 1917; etc.
L.: N.Fr.Pr. vom 19. 5. 1933; Montanztg. 30, 1923; S. 210; Stahl und Eisen, Bd. 61, 1941, S. 1052; Techn. Hochschule Wien, 1943; Poggendorff 5–7a; G. Berka, 100 Jahre Dt. Burschenschaft, 1959, S. 90; Wer ist’s? 1935.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 142
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