Kaefer, Viktor (1799-?), Schriftsteller

Kaefer Viktor, Lyriker. * Untersteiermark, 1799; † (?). Kam als Sohn eines Soldaten in ein Militärerziehungsheim. 1820 zum IR. 17, 1832 Unterlt., 1835 i.R. Dann wandte er sich der Landwirtschaft zu und wurde Bauer auf einem kleinen Besitz in der Unterstmk. Strebsamkeit und autodidakt. Bildungseifer waren zwar nicht der militär. Laufbahn förderlich, doch kamen sie seiner ursprünglichen dichter. Begabung stofflich und formal zweifellos zugute. In seiner Lyrik und besonders in der Balladendichtung ist die ihm gültige Vorbildlichkeit Goethes und Schillers erkennbar. Ein Epos über die Hermannsschlacht (in Hexametern) blieb unvollendet. K. soll auch mehrere unveröffentlicht gebliebene Dramen geschrieben haben. Er war ein Freund J. Em. Hilschers (s. d.).

W.: Gedichte, 1839; Vollständige Anweisung zum Schachspiele, 1842.
L.: Der Aufmerksame (Grazer Unterhaltungsbl.), Jg. 1839, n. 95; Brümmer; Goedeke 12, S. 266; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 167
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