Kahl, Fr. Gerhard Maria (Karl) (1866-1934), Lehrer

Kahl Fr. Gerhard Maria (Karl), F.S.C., Schulmann. * Wien, 18. 9. 1866; † Tullnerbach (N.Ö.), 6. 2. 1934. Trat nach Absolv. der öffentlichen Lehrerbildungsanstalt 1886 in die „Kongregation der Brüder der Christlichen Schulen“ ein und wirkte zuerst als Lehrer in Wien-Fünfhaus, dann im „Norbertinum“ in Tullnerbach, bald darauf als Unter-Dir. im Pensionat St. Josef in Strebersdorf und 1901–10 als Dir. des kath. Lehrerseminars in Feldkirch. 1910–14 Provinzialvisitator der österr.-ung. Ordensprovinz (die auch Niederlassungen in Albanien, Bulgarien und Rumänien umfaßte); wieder ins Schulamt zurückgekehrt, wirkte er in Tullnerbach, am Lehrerseminar in Wien-Strebersdorf, an der Handelsschule in Meran und nach deren Schließung (1928) wieder im „Norbertinum“. 1914–21 Schriftsteller des „Katholischen Schul- und Elternfreundes“ und einer Reihe von Jgg. des „Liebfrauenkalenders“. Begründer der „Nachrichten aus dem Kath. Lehrerseminar Feldkirch“ (1907–38).

W.: Die Hansa, in: Feldkircher Jahresber., 1902; Handel und Verkehr zur Zeit der Kreuzzüge, ebenda, 1906; Vom Wesen und der Funktion der Menschenseele, ebenda, 1907; Elternabende, 3 Reihen, 1907–12; (S. R.) Haßmanns Allg. Erziehungslehre für Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten, neubearb., 9. Aufl. 1918; Leben des hl. Joh. Bapt. de La Salle, 1918; (S. R.) Haßmanns Allg. Unterrichtslehre für Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten, neubearb., 6. Aufl. 1919; Lebenskunst für strebsame junge Leute, 1926; Johannes von La Salle und sein Werk, 1930; Johannes von La Salle und sein Erbe, 1932; etc.
L.: R.P. vom 21. 9. 1916; Das kleine Volksbl. vom 7. 2. 1934; Wr. Kirchenbl. vom 11. 3. 1934; Festschrift des Lehrerseminars der christlichen Schulbrüder, 1929; Die Säumerglocke, März 1934; Biograph. Album für den österr. kath. Klerus, hrsg. von G. Eichinger, 1911; Kosch, Das kath. Deutschland; Mitt. Schulbrüder, Wien-Strebersdorf.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 173f.
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