Kaiser, Eduard (1820-1895), Maler und Lithograph

Kaiser Eduard, Maler und Lithograph. * Graz, 22. 2. 1820; † Wien, 30. 8. 1895. Sohn des Lithographen Josef Franz X. K. (s. d.), jüngerer Bruder des Alexander K. (s. d.). Nach Ausbildung an der Wr. Akad. der bildenden Künste (Danhauser) wurde K. Porträtlithograph und war bald einer der bedeutendsten Nebenbuhler J. Kriehubers um die Gunst der Wiener. 1867 ging er nach Italien und widmete sich im Auftrage der engl. Kunstliebhaber-Ges. „Arundel-Society“ nur der Wiedergabe und Reproduktion klass. Meisterwerke in Aquarellen. Erst 1886 kehrte er nach Wien zurück, wo er fast ausschließlich die Porträtmalerei pflegte.

W.: Erstes lithograph. Porträt K. Franz Josephs in ganzer Figur, 1849; Lithographien der Mitgl. des Abgeordnetenhauses, um 1861; Aquarellkopien: Raffaels Fresken, Fresken im Dom zu Orvieto, Fresken in der Unterkirche von Assisi, Fresken von St. Marco in Florenz; etc.
L.: Grazer Tagespost vom 10. 2. 1856; N.Fr.Pr. vom 31. 8. 1895; Das Joanneum, Bd. 6, 1943, S. 250; L. Hevesi, Österr. Kunst im 19. Jh., 1903, S. 249; Kunst und Kunsthandwerk 1906, S. 256, 1908, S. 661; W. v. Wurzbach, J. Kriehuber, 1954, S. 94 f.; Die bild. Kunst in Österr. 6; Thieme–Becker; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 181
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