Kaiser, Josef Maria (1824-1893), Maler und Schriftsteller

Kaiser Josef Maria, Maler und Schriftsteller. * Kremsmünster (O.Ö.), 1. 2. 1824; † Linz a. d. Donau, 6. 5. 1893. Sohn des Graveurs Georg K. (1781–1874). Stud. an der Wr. Akad. der bild. Künste und wurde 1848 Zeichenlehrer am Linzer Gymn. Seit 1853 stellte K. im Oberösterr. Kunstver. aus, dessen Sekretär er 1867 wurde. Seit 1874 Mitgl. des Verwaltungsrates, seit 1880 Kustos am Mus. Francisco-Carolinum (Landesmus.) in Linz. 1892 k. Rat. Korr. Mitgl. der Zentralkomm. für die Erforschung und Erhaltung der kunst- und hist. Denkmale. Als Zeichner von besonderer Zartheit und Genauigkeit, insbesondere in der hist.-topograph. Wiedergabe, auch als Kalligraph zu seiner Zeit viel bewundert, veröffentlichte K. auch Abhh. über O.Ö. und versuchte sich sogar als Architekt (Projekt für den Neubau des Landesmus.). K. war mit A. Stifter befreundet und stand mit A. Bruckner (s. d.) in Briefwechsel.

W.: Bleistiftzeichnungen: Schloß Puchenau, Schweizerhaus in Linz, 1856; Steyregg, 1868; Traunstein von Traunkirchen, 1868; Bildnisse A. Stifters und dessen Frau; Linz zwischen 1594 und 1610, Aquarell, 1887, Stadtmus. Linz; Illustrationen der Prachtausgaben von „Hochwald“, „Weihnachtsabend“ („Bergkristall“) und „Abdias“. H. Commenda, Materialien zur landeskundlichen Bibliographie Oberösterr., 1891 (Schriftenverzeichnis).
L.: Monatsbl. Adler, Jg. 3, 1893, S. 185 f.; Jb. des Oberösterr. Musealver., Bd. 85, 1933, S. 244, 251, 261; E. Giordani, Hafner-Offizin, 1961; J. Schmidt, Linzer Kunstchronik, Tl. 1, 1951, S. 171 f., Tl. 2, 1951, S. 174 f.; Seubert; Thieme–Becker; Krackowizer; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 12, 1962), S. 183
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