Kaller, Adolf (1889-1947), Techniker

Kaller Adolf, Techniker. * Braunsdorf (Brumovice, österr. Schlesien), 26. 8. 1889; † Aachen, 6. 12. 1947. Stud. 1905–09 an der Dt. Staatsgewerbeschule in Brünn, 1909/10 Ass. bei Kolben an dieser Anstalt, 1910–12 bei Siemens & Halske in Berlin, dann ein halbes Jahr bei der AEG Union und schließlich wieder bei Siemens tätig. 1913 trat er zu der Fa. Brown, Boveri & Cie., Mannheim, über, mußte aber 1935 wegen eines 1931 erlittenen Unfalles die Stelle aufgeben. In seinen Berliner Jahren mit der Konstruktion von elektr. Meßgeräten, Transformatoren für Meßgeräte, Überstromschutzapparaten und automat. Einrichtungen für Schaltungen beschäftigt, arbeitete er in Mannheim als Prüffeld-Ing. für elektr. Maschinen und Hochspannungsapparate, später in der Materialprüfungsabt., zunächst Stellvertreter des Leiters der Abt., 1927 Leiter. Hier hatte er sich besonders mit schwierigen und verantwortungsvollen Festigkeits- und Werkstoff-Fragen der großen Turbomaschinen zu befassen, ferner mit Problemen der Entwicklung der Isolierung und der Isolierstoffe. Nach einigen Jahren der Zurückgezogenheit in Berlin ging er nach Aachen, um als wiss. Berater seine großen Erfahrungen dem Inst. für Starkstromtechnik der dortigen Techn. Hochschule zur Verfügung zu stellen. Nach 1945 setzte er seine volle Kraft für die Erhaltung der Hochschulinst. ein. K., von großer Erfindungs- und Beobachtungsgabe und ein begeisterter Wissenschafter, füllte seine Mußestunden mit mathemat.-physikal. Stud. aus.

W.: Über Kurvenformen von Spannungen und Strömen in Wechselstromnetzen, in: BBC-Mitt. 8, 1921, H. 10; Die Gestaltung größerer Schmiedestücke mit besonderer Berücksichtigung der Festigkeitseigenschaften. in: Maschinenbau. Der Betrieb 9, 1930, S. 733–36.
L.: Elektrotechn. Z. 69, 1948, S. 248.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 197
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