Kalmsteiner, Johann (1845-1897), Bildhauer

Kalmsteiner Johann, Bildhauer. * Sarnthein (Südtirol), 29. 9. 1845; † Wien, 5. 1. 1897. Stud. an den Akad. d. bild. Künste in München (bei M. v. Widmann), Dresden und Wien (bei K. Zumbusch). 1877/78 hielt sich K. in Rom auf, wo er sich auch an Ausst. beteiligte. Später in Wien lebend und schaffend, war er an der plast. Ausgestaltung vieler Bauten der Ringstraßenzeit beteiligt, daneben entstanden Statuetten, Porträtbüsten und Grabdenkmäler von seiner Hand. Seit 1880 war K. Mitgl. des Wr. Künstlerhauses.

W.: Büsten: K. Zumbusch, 1883, J. Hyrtl, St. Endlicher, Univ., Wien I.; Grabdenkmal Möller, Relief, Bremen, 1888; Grabfigur, Rhiensberger Friedhof, Bremen, 1894; Pietas Augusti, unter der Hofburgkuppel, Michaelerplatz, Wien I, 1894; Schauspieler Talma und Kean, Marmorstatuen, Burgtheater, Wien I; Biologie, Hygiene, Interne und Externe Medizin, 2 Nischenfiguren als plast. Schmuck, an der Univ., Wien I; Plastiken am Finanzmin., ehem. Winterpalais Prinz Eugen, Wien I, Himmelpfortgasse; Mitarbeit am plast. Schmuck des Parlaments, Wien I; etc.
L.: Österr. Kunstchronik 3, 1880, S. 150; P. Kortz, Wien am Anfang des 20. Jh., Bd. 2, 1906, S. 116, 130; Lhotsky, 1, s. Reg.; Eisenberg; Thieme–Becker; R. Schmidt, Das Wr. Künstlerhaus 1861–1951, 1951.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 199f.
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