Kampmann, Karl (1847-1913), Reproduktionstechniker

Kampmann Karl, Reproduktionstechniker. * Wien, 8. 7. 1847; † Baden (N.Ö.), 12. 7. 1913. Nach dem Besuch der Unterrealschule widmete sich K. zunächst der Glasmalerei. Er betrieb als erster in Wien seit 1869 gewerbsmäßig die dekorative Ätzung des Flachglases und erfand dafür ein Verfahren mittels des photolithograph. Umdrucks. 1880–88 war er Werkführer in der Anstalt des k. k. Hof-Glasmalers C. Geylings (s. d.) Erben, 1889–1909 Lehrer für Photolithographie, Steindruck und Photozinkotypie an der Graph. Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. K. arbeitete an der Vervollkommnung lithograph. und chemigraph. Verfahren und veröff. zahlreiche Arbeiten zur Technik des Flachdrucks und dessen Geschichte insbesondere in Österr.

W.: Die Dekorierung des Flachglases durch Ätzen und Anwendung chemigraph. Reproduktionsarten für diesen Zweck, 1889; Das Schleifen der Lithographiesteine und Ersatzmittel für dasselbe, 1892; Die Graph. Künste, 1898; Geschichte der Lithographie und des Steindruckes in Österreich, in: Die Großindustrie Österreichs, Bd. 6, 1898; Johann Rauh, 1910; etc. 1890–1909 zahlreiche Aufsätze in Eders Jb. für Photographie und Reproduktionstechnik, in der Photograph. Korrespondenz, in den Freien Künsten.
L.: J. M. Eder, K. K. Aus Geschichte und Technik der lithograph. und chemigraph. Verfahren, 1918; Großind. Österr., Bd. 6, S. 123, 124; Wer ist’s? 1908.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 211f.
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