Kandelsdorfer, Karl von (1850-1932), Offizier

Kandelsdorfer Karl von, Offizier. * Brod (Kroatien), 19. 10. 1850; † Gmunden (O.Ö.), 2. 5. 1932. 1865 aus dem Kadetteninst. zu Hainburg in die Theres. Milit.-Akad. zu Wr. Neustadt eingetreten, wurde er 1869 als Lt. zum Feldjägerbaon. 3 ausgemustert, 1876 Oblt., 1886 Hptm., 1899 Mjr., 1905 Obstlt., 1908 Obst. K., ab 1889 im Landesbeschreibungsbüro des Generalstabs tätig, widmete sich dort vor allem Problemen des Vorderen Orients und bereiste Griechenland und Kleinasien. 1891–1901 Redakteur von „Streffleurs Militärischer Zeitschrift“, wurde er 1895 Pressereferent im Kriegsmin., redigierte ab 1897 auch den Schematismus und trat 1914 in den milit. Verwaltungsdienst über. K., schon früh schriftsteller. tätig, schrieb vor allem populärwiss. Arbeiten für Soldaten. In seinen letzten Lebensjahren wendete er sich genealog. Forschungen zu und veröff. Beitrr. zur Geschichte des Uradelsgeschlechtes Trauttenberg, sowie familiengeschichtliche Quellen aus dem Gebiet des Traunsees.

W.: Das oberösterr. Feldjägerbaon. 3 im Kampf mit Österr. Gegnern. Ein Lesebuch für die Dreierjäger, 1882; Episoden aus den Kämpfen der k. u. k. Truppen im Jahre 1882, 1884; Der Heldenberg, Radetzkys letzte Ruhestätte und Schloß Wetzdorf, 1886, 2. Aufl. 1891; Beitrr. zur Rechtschreibung und Deutung türk. geograph. Namen, 1887; Auszug aus der Geschichte des Tiroler Jägerrgt., 1888, 3. Aufl. 1891; Montenegro, in: Mitt. der geograph. Ges., Bd. 10, 1889; Der Spielberg bei Brünn, in: Streffleur, 1890, H. 1; Auf immerwährende Zeiten. Biographien und Porträts k. u. k. Rgt.-Inhaber, 1894; 17 Aufsätze im Monatsbl. „Adler“, Bd. 10, 1928–30.
L.: ÖWZ vom 13. und 20. 5. 1923; RP. und N.Wr. Tagbl. vom 5. 5. 1932; Svoboda 2, S. 555 f., 3, S. 49: K. A. Wien.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 212
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