Kanka, Johann Nep. (1772-1865), Advokat, Rechtswissenschaftler und Komponist

Kanka Johann Nep., Jurist und Komponist. * Prag, 10. 11. 1772; † Prag, 15. 4. 1865. Prom. 1794 zum Dr.jur., wurde Advokat und gab eine Reihe bedeutender jurid. Werke heraus. 1814 war er Dekan der jurid. Fak., 1828–30 Rektor der Prager Univ. 1796 lernte er Beethoven näher kennen und freundete sich mit ihm an. 1840 gründete er den Cäcilien-Ver. und wurde Mitgl. des Ver. für Kirchenmusik, der Sophien-Akad. und desVorstandes des Konservatoriums. K. hat eine große Anzahl von Mozart beeinflußten musikal. Werken hinterlassen.

W.: Chronolog. Register über die in den 12 Stammbänden der durch J. Blasek verbesserten Roth. Gesetzsmlg. für Böhmen enthaltenen Gesetze, 1819; Hdb. des österr. Gesetzes über schwere Polizeiübertretungen mit allen . . . bis Ende 1822 erschienenen Verordnungen und Erläuterungen, 2 Bde., 1823; etc. Orchesterwerke; Kammermusik; Kantaten; Chöre und Lieder, z. T. gedruckt. Sein musikal. Nachlaß befindet sich im Prager Nationalmus.
L.: J. Klapková, J. N. K., phil. Diss., Prag, 1956; Jb. der Tonkunst von Wien und Prag, 1796; E. L. Gerber, Neues hist.-biograph. Lex. der Tonkünstler, 4 Tle., 1812–14; G. J. Dlabacz, Allg. hist. Künstler-Lex.für Böhmen, 1815; P. Nettl, Mozart in Böhmen, 1937; Die Musik in Geschichte und Gegenwart; Otto 13; Wurzbach.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 216
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