Karlin, Alma Maximiliana (1889-1950), Schriftstellerin

Karlin Alma Maximiliana, Schriftstellerin. * Cilli (Celje, Slowenien), 12. 10. 1889; † Petschounik b. Cilli (Pečovnik/Celje, Slowenien), 14. 1. 1950. Tochter eines Off., stud. bereits ab dem 9. Lebensjahr Sprachen, machte mit 18 Jahren die Lehrerinnenprüfung für Engl., Französ. und arbeitete dann in London in einem Übersetzungsbüro. Während des Ersten Weltkrieges flüchtete sie nach Norwegen, wo sie Völkerkunde und Naturwiss. stud. Heimgekehrt, gründete sie eine Sprachschule und schrieb Artikel und Romane. 1919–28 auf einer Weltreise, kehrte sie mit einer großen Smlg. (heute im Mus. Cilli) und seltenen Forschungsergebnissen auf vielen Gebieten, jedoch mit einer durch Tropenkrankheiten zerrütteten Gesundheit nach Cilli zurück. Seit 1932 teilte die Kunstmalerin Th. Gamelin als Freundin und Mitarbeiterin ihr Leben. K., die viele Vortragsreisen durch Europa machte, lebte während des Zweiten Weltkrieges in Dalmatien. Sie hinterließ mehr als 500 Gedichte, über 40 ungedruckte Manuskripte, viele Skizzenbücher, eine Smlg. von Tempelliedern aus aller Welt, eine Smlg. von Stoffen, Kunstgegenständen, Waffen, Goldarbeiten, Muscheln, Herbarien etc.

W.: Mein kleiner Chinese (Roman), 1921; Drachen und Geister (Novellen), 1930; Mystik der Südsee, 2 Bde., 1931; Der Goetze (Roman), 1932; Der Todesdorn, Aberglauben aus Südamerika (mit tw. Autobiographie), 1933; Windlichter des Todes (Roman), 1933; Tränen des Mondes (Novelle), 1935; Isolanthis. Atlantisroman, 1936; Erdgebunden (Erzählungen), 1936; Vier Mädchen im Schicksalswind, 1936; Eine kleine Siamesin, 1937; Kleiner Frühling (3 Erzählungen mit Biographie K.), 1937; Der blaue Mond, 1938; etc.
L.: Ženski svet, 1930, n. 2; Dt.Ztg. (Cilli), 1930, n. 80; Slovenski poročevalec vom 1. 3. 1950; KMD 1955, S. 94–95; Kürschner, 1938.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 241f.
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