Kaspar, Fritz (1885-1943), Chirurg

Kaspar Fritz, Chirurg. * Wien, 5. 1. 1885; † Wien, 8. 12. 1943. Stud. an der Univ. Wien Med., 1909 Dr.med. Nach Vorbildung in patholog. Anatomie, interner Medizin und Kinderheilkde. bei Weichselbaum, Neusser, Ortner und Escherich (s. d.), wandte er sich der Chirurgie zu und wurde Operationszögling und Ass. an der II. chirurg. Klinik bei Hochenegg (s. d.). 1926 Priv. Doz. für Chirurgie. K. befaßte sich zunächst mit verschiedenen Problemen der gesamten Chirurgie. Nach Übernahme der chirurg. Abt. am Kn.-Elisabeth-Spital in Wien (1929) konzentrierte sich sein Interesse auf die Chirurgie der Schilddrüse. K.s besonderes Verdienst liegt in der Begründung einer „Kropf-Tradition“ an der genannten Abt., die von seinen Nachfolgern bis heute fortgeführt wird. Die Abt. verfügte innerhalb weniger Jahre über ein einzigartiges, spezielles Krankengut von Strumen verschiedenster Art, das K. international bekannt machte.

W.: Ber. über 12 000 Kropfoperationen, in: Dt.Z. für Chirurgie, Bd. 256, 1942; zahlreiche Beitrr. in Fachz.
L.: Neues Wr. Tagbl. vom 10. 12. und Völk. Beobachter vom 11. 12. 1943; Wr. klin.Ws., Jg. 56, 1943, S. 744 ff.; WMW, Jg. 94, 1944, S. 74.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 253
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