Kassowitz, Max (1842-1913), Pädiater

Kassowitz Max, Pädiater. * Preßburg (Slowakei), 14. 8. 1842; † Wien, 23. 6. 1913. Gatte der Vorigen. Stud. an der Univ. Wien Med., 1863 Dr. med. 1872 trat er als Ass. an das unter der Leitung L. M. Politzers stehende Erste öffent. Kinder-Krankeninst. ein, dessen Leiter er nach Politzers Tod 1881 wurde. 1886 Habilit. für Kinderheilkde., 1891 ao. Prof. K. schuf sich durch seine grundlegenden Arbeiten über hereditäre Syphilis und über Rachitis, durch die Einführung des Phosphorlebertrans in die Therapie der Rachitis und durch seinen Kampf gegen die sogenannten Zahnkrankheiten einen hervorragenden Namen in der Pädiatrie. In den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens befaßte er sich mit allg. biolog. Fragen und nahm regen Anteil an der Antialkoholbewegung.

W.: Die Vererbung der Syphilis, 1876; Die normale Ossifikation und die Erkrankungen des Knochensystems bei Rachitis und hereditärer Syphilis, 2 Tle., 1881–85; Die Symptome der Rachitis, 1886; Vorlesungen über Kinderkrankheiten im Alter der Zahnung, 1892; Allg. Biol., 4 Bde., 1899–1906; Prakt. Kinderheilkunde. 36 Vorlesungen für Stud. und Ärzte, 1910; Ges. Abhh., hrsg. von Dr. J. Kassowitz-Schall (mit Werksverzeichnis), 1914.
L.: N.Fr.Pr. vom 23. 6., Wr.Ztg. vom 24. 6. 1913; WMW, Jg. 63, 1913, S. 1657 ff.; Wr.klin. Ws., Jg. 26, 1913, S. 1135; Fischer 1, S. 741; Feierl. Inauguration 1913/14; Wer ist’s? 1908 (mit Werksverzeichnis).
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 13, 1963), S. 256f.
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