Kerstan, Karl Ludwig Ferdinand; Ps. E. Aletheia (1848-1922), Maler und Schriftsteller

Kerstan Karl Ludwig Ferdinand, Ps. E. Aletheia, Maler und Schriftsteller. * Prag, 22. 10. 1848; † Mödling (N.Ö.), 3. 3. 1922. Nach seiner Ausbildung in Jena und Prag Volontär in einem Bankhaus; in den Besitz des väterlichen Vermögens gelangt, stud. K. an der Wr. Univ. Med., Phil. und Jus, dann an der Wr. Akad. der bildenden Künste. K. unternahm weite Reisen in Europa und lebte seit 1884 in Mödling. Er vertiefte sich in die Lehre Schopenhauers, widmete sich künstler. und schriftsteller. Arbeiten und war als scharfer Kritiker gefürchtet.

W.: Sapere aude (Roman), 3 Bde., 1890–91; Die unsinnige Richtung der modernen Bildermalerei und wirkliche Kunst, 1896–97; Rechts- oder Unrechtspflege? Anregungen und Beitrr. zu einer Begriffswiss., 1899; Schutz gegen Rechtswillkür, 1908. – Historienbilder: K. Max von Mexiko auf seinem letzten Gang zu Querétaro; Sozialistenführer von 1793 an ihrem Ziel; Christus als Nationaler; etc.
L.: Grazer Tagespost vom 23. 12. 1896; Dresslers Kunsthdb., 1921, Tl. 2; Thieme–Becker; Brümmer; Deutschlands, Österr.-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler etc., 1908; F. Jaksch, Lex. sudetendt. Schriftsteller, 1929; Kosel; Kürschner, 1901–22; Wer ist’s? 1908; Mitt. Stadtgemeinde Mödling (N.Ö.).
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 309
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