Kestler (Köstler), Martin (1808-1841), Maler

Kestler (Köstler) Martin, Maler. * St. Martin im Innkreis (O.Ö.), 23. 8. 1808; † Aurolzmünster (O.Ö.), 9. 8. 1841. Übte auch als Geselle in der Schmiede des Vaters sein Zeichentalent weiter und lernte kurze Zeit beim Kirchenmaler M. Schock in Ried. Gf. J. M. v. Taufkirchen ließ K. Gemälde seiner Galerie kopieren und mit diesem Verdienst konnte er sich in München weiterbilden. Gf. M. v. Arco gab ihm dann Unterkunft im Schloß Aurolzmünster. 1837/38 war K. in Linz, dann kurz in Wien, wo sogar der K. auf ihn aufmerksam wurde. 1840 nach Wien zurückgekehrt, erkrankte er jedoch und starb bald darauf im Schloß seines Gönners.

W.: Oberösterr. Bauer, 1832, Linz, Landesmus.; Bauernpaar beim Mittagessen, 1833, Kremsmünster, Stiftsgalerie; Ansicht der Stadt Linz von Urfahr aus, 1837, Schlägl, Stiftsgalerie (Joseph K.?); Porträts von A. Mayer und seiner Gattin, 1838, Linz, Stadtmus.; Bauer mit Pelzmütze, 1837/38; Alte Bäuerin, 1838, beide Linz, Landesmus.; Bilder für die Kirchen Maria Bründl bei Raab, Zell an der Pram, für Ebelsberg (verschollen), Hochaltarbilder für Peterskirchen und Sigharting (alle O.Ö.); der umfangreiche Nachlaß befindet sich in der Stiftsgalerie Kremsmünster (Brustbilder, Studienköpfe, Stilleben, got. Kirchenruine, Versuchung des hl. Antonius nach Breughel, Bildnis der Großmutter des Künstlers, etc.).
L.: Österr. Bürgerbl. (Linz), 1837, n. 198; Warte an der Donau (Linz),1840, n. 144; Österr. Z. für Volkskde., Bd. 64, 1861, S. 10; F. Berger, Oberösterr., o. J., S. 690; Jb. der Stadt Linz, 1949, S. 13lff.; Österr. Kunsttopographie, Bd. 17, 1918, 21, 1927; J. Schmidt, Linzer Kunstchronik, Tl. 1, 1951, S. 139 ff.; Krackowizer; Thieme–Becker.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 312
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