Kieninger, Johann Georg (1829-1899), Bildschnitzer

Kieninger Johann Georg, Bildschnitzer. * Hallstatt (O.Ö.), 11. 8. 1829; † ebenda, 13. 1. 1899. Diente 1848–58 bei Militär. K., ein ungelernter Salinenarbeiter und ständig mit Not und Armut kämpfend, schuf bedeutende Holzbildwerke („Kramerschneider“). Er war der hervorragendste Vertreter der alpenländ. volkskundl. Schnitzkunst. Seine Arbeiten riefen schließlich eine lokale Schnitzindustrie hervor. Die Mehrzahl der größeren Werke wurde noch zu K.s Lebzeiten vom Österr. Mus. für Volkskde. in Wien erworben.

W.: Hallstätter Kirche mit Inneneinrichtung; Weihnachtskrippe (Krippenberg); Großer Kruzifixus; Gosauzwang bei Hallstatt, modellartige kleinplast., bemalte Holzschnitzerei; Die alte Baderin (Mutter des Künstlers); Die Regerl; Napoleon als Trommler; etc.; Bleistiftskizze: Mutter auf dem Totenbett.
L.: Kunst und Kunsthandwerk, Jg. 9, 1906, S. 35; Kunstgewerbebl., N.F. 17, 1906, S. 110; Werke der Volkskunst, Jg. 1, 1913, H. 1, S. 4–12; Mitt. der k.k. Zentral-Komm. für Denkmalpflege, F. 3, Bd. 15, 1916, S. 31, 35 f.; Die bildenden Künste, Jg. 2, 1919, S. 228–30; Kunstbl., Jg. 10, 1926, S. 192–96; Jb. für hist. Volkskde., Jg. 2, 1926; Thieme–Becker.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 323f.
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