Kiss, György (1852-1919), Bildhauer

Kiss György, Bildhauer. * Szászvár, Kom. Baranya (Ungarn), 17. 8. 1852; † Budapest, 29. 4. 1919. Sohn armer Bauern. Ein Geistlicher wurde auf seine Schnitzereien aufmerksam und sandte ihn 1869 nach Graz, wo er sich bei F. X. Kelz weiter ausbildete. 1875 ging er nach München zu J. Knabl. 1880 – in die Heimat zurückgekehrt – erhielt er seine ersten öffentlichen Aufträge in Budapest, wo er sich auch mit Porträts und Genrebildern an Ausst. beteiligte. 1889–91 in Berlin tätig, hatte K., der im realist. Stil seiner Zeit arbeitete, zahlreiche Aufträge für kirchliche und profane Bauten, Denkmäler und Porträtbüsten.

W.: Statuen: Palestrina und J. Peri, 1880, Opernhaus, Budapest; 12 Apostelfiguren, Ung. Heilige vor der Madonna, 1885–88 (Relief), Dom zu Fünfkirchen; Denkmäler: J. Szepesy, 1893, Fünfkirchen, D. Berzsenyi, 1896, Steinamanger, P. Veres, 1906, Budapest; Kolossalstatuen, 1899–1901, Dom zu Gran; 8 Figuren, Parlamentsgebäude, Budapest; Porträtbüsten: K. Kisfaludy, 1882, A. Trefort, 1883, M. Szentkirályi, 1883, J. Arany, 1883; Genrefiguren: Hühnerdieb, Obstdieb, der Mörder, 1882–85; Faun mit Kind, 1896; Satyr, 1911; etc.
L.: Allg. Kunstchronik, Bd. 9, 1885, S. 201 ff.; Kunstchronik, Bd. 24, 1888/89, S. 538; Művészeti Lex., 1935; Thieme–Becker; Pallas 10, 18; Révai 11, 20; Das geistige Ungarn.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 14, 1964), S. 353f.
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